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Selbstfahrer-Roadtrip Montenegro: 10 Tage durchs ganze Land

Selbstfahrer-Roadtrip Montenegro: 10 Tage durchs ganze Land

Montenegro mit dem Auto: das Argument für Selbstfahren

Montenegro ist ein kleines Land — 14.000 km² — mit einem Straßennetz, das Küste, Berge und See auf Wegen verbindet, die kein anderes Transportmittel replizieren kann. Der eigentliche Gewinn eines Autos ist nicht Geschwindigkeit; es ist Zugang. Die Fahrt auf der 25-Haarnadelkurven-Lovćen-Serpentinenstraße in eigenem Tempo, die Möglichkeit beim Morača-Canyon-Aussichtspunkt anzuhalten, die Freiheit die längere Durmitor-Ringstraße durch das Parkinnere zu nehmen statt der Hauptstrecke — diese Momente passieren nicht mit dem Bus.

Diese 10-tägige Schleife beginnt und endet in Kotor (oder Tivat, dem nächsten Flughafen). Sie deckt das gesamte Land ab — Küste, Berge, See, Wald — und ist strukturiert um erhebliches Zurückfahren zu vermeiden.

Gesamtfahrt: ungefähr 800 km. Durchschnittliche tägliche Fahrt: 80 km (manche Tage viel weniger, manche mehr).


Auf einen Blick

Tage10
Gesamt-km~800 km
SchwierigkeitsgradMittel
Budget (täglich/Person)70–130 EUR
Geeignet fürUnabhängige Selbstfahrer
Start/EndeKotor oder Tivat-Flughafen
Beste MonateMai–Juni, September–Oktober

Vor der Fahrt: das Wesentliche

Mietwagen

Am Tivat-Flughafen buchen — die breiteste Auswahl, wettbewerbsfähige Preise. Standard-Kleinwagen (VW Polo, Renault Clio) ist für alle Straßen dieser Route ausreichend. Ein kleiner SUV bietet mehr Komfort auf den unbefestigten Abschnitten der Durmitor-Ringstraße.

Preisbereich: 35–60 EUR/Tag in April–Juni, September; 65–100 EUR/Tag in Juli–August. 4–6 Wochen im Voraus in der Hochsaison buchen.

Versicherung: Die vollständige Kollisionsschadensfreistellung (CDW) und Diebstahlschutz nehmen. Die Excess-Reduction-Versicherung ist die extra 5–10 EUR/Tag wert.

Kraftstoff

Benzin und Diesel weit verbreitet entlang des Küstenstreifens sowie in Nikšić, Podgorica und Bijelo Polje. In Nikšić oder Šavnik auftanken, bevor nach Žabljak gefahren wird — die Stadt hat Kraftstoff, aber Preise sind höher. Kraftstoffkosten: ~1,40–1,55 EUR/Liter (Durchschnitt 2025–26).

Straßenqualität

  • Küstenstraße (E65): Gut gewartet, kann im Juli–August extrem verstopft sein.
  • Lovćen-Serpentinen: Asphaltiert, eng, guter Zustand. 25 Haarnadelkurven, 20 Minuten von Kotor nach oben. Vor jeder blinden Kurve hupen.
  • Kotor → Žabljak (via Nikšić/Šavnik): 4 Stunden, vollständig asphaltiert.
  • Durmitor-Ringstraße: Teilweise unbefestigt (10–15 km). Standardkleinwagen kann es langsam schaffen.
  • Bar-Belgrad-Autobahn (A1): Neu, hohe Qualität.

Die 10-tägige Schleife

Tag 1 — Tivat Ankunft → Kotor

Auto am Tivat-Flughafen abholen. Nach Kotor fahren (25 Minuten). Gepäck lassen und den Rest des Tages Altstadt und Festung besichtigen.

Fahrt: 25 km | Übernachtung: Kotor

Tag 2 — Bucht-Kreuzfahrt (Auto geparkt)

Das Auto geparkt lassen und die Bucht-Bootstour machen — Gospa od Škrpjela, Perast, Blaue Grotte. Dies ist der eine Tag, wo das Auto ein Nachteil ist: parken und frei auf dem Wasser sein.

Kotor: Blue Cave & Lady of the Rocks Group Boat Tour

Fahrt: 0 km | Übernachtung: Kotor

Tag 3 — Lovćen-Serpentinen, Njeguši, Cetinje

Der Fahr-Highlight der Reise. Kotor um 8:30 Uhr verlassen und die alte Serpentinenstraße (nicht den modernen Bypass) nach Lovćen nehmen. Stopp in Njeguši-Dorf. Weiterlauf zum Njegoš-Mausoleum-Gipfel. Abstieg via Cetinje. Nachmittags Sveti-Stefan-Aussichtspunkt. Rückkehr nach Kotor über Küste.

Fahrt: 130 km (vollständige Schleife) | Übernachtung: Kotor oder Umzug nach Budva

Tag 4 — Budva und Riviera

Fahrt nach Budva (35 Minuten). Morgen: Budva Altstadt und Zitadelle. Nachmittag: Riviera südwärts entlangfahren — die Küstenstraße führt am Sveti-Stefan-Inselhotelaussichtspunkt, Pržno und Petrovac vorbei. Petrovac ist der beste Endpunkt: eine kleine Strand, eine wirklich lokale Kaffeeszene und eine venezianische Festungsruine am Kap.

Fahrt: 60 km (einschließlich Riviera-Erkundung) | Übernachtung: Budva oder Bečići

Tag 5 — Skutarisee und Virpazar

Fahrt nach Süden nach Virpazar (50 Minuten von Budva über A1 und Sozina-Tunnel). Geführte Bootstour auf dem See. Nachmittags Weingutbesuch bei Pavlova Strana. Abend-Sonnenuntergangs-Kajak oder Abendessen am Ufer.

Lake Skadar: Guided Sightseeing Boat with Drinks

Fahrt: 80 km | Übernachtung: Virpazar oder Rückkehr nach Budva

Tag 6 — Ostrog-Kloster → Berginneres → Žabljak

Der größte Fahrtag. Virpazar → E65-Autobahn Richtung Norden → Danilovgrad-Ausfahrt → Ostrog-Felsenstraße (90 Minuten insgesamt). Klosterbesuch (1,5 Stunden). Weiter nördlich auf E65 nach Nikšić für Kraftstoff und Kaffee. Dann die Bergfahrt nördlich durch Šavnik nach Žabljak.

Das Šavnik-Tal — 45 Minuten leere Bergstraße durch Kalkkarst und Hochlandweide — ist eine der schönsten Fahrten Montenegros, die internationalen Touristen fast vollständig unbekannt ist.

Fahrt: 210 km (Virpazar → Ostrog → Žabljak) | Übernachtung: Žabljak

Tag 7 — Durmitor-Ringstraße und Tara-Rafting

Früh aufwachen und die Durmitor-Ringstraße fahren (25 km, teilweise unbefestigt, 1,5 Stunden in einem Standardwagen) für das Parkinnere. Zurück nach Žabljak bis 9 Uhr, dann zum Tara-Rafting-Treffpunkt.

Žabljak: Tara Rafting Full Day

Das ganztägige Tara-Rafting deckt 20 km des tiefsten Canyons Europas ab. Rückkehr nach Žabljak bis 17–18 Uhr.

Fahrt: 50 km (Ringstraße + Transfers) | Übernachtung: Žabljak (zweite Nacht)

Tag 8 — Biogradska Gora via Mojkovac

Žabljak Richtung Osten nach Mojkovac verlassen (1 Stunde über die Bergstraße). Weiter nach Biogradska Gora (40 Minuten von Mojkovac über die Parkeinfahrtsstraße von der E65). Seenrundweg (3,5 km flach, 1,5 Stunden) und 2 Stunden im Urwaldinneren. Weiter nach Kolašin für die Nacht.

Fahrt: 130 km | Übernachtung: Kolašin

Tag 9 — Morača-Canyon und Podgorica

Fahrt nach Süden von Kolašin auf der A1-Autobahn. Die Straße führt durch den Morača-Canyon für 30 km — 2.000 m tief im engsten Abschnitt des Canyons. Stopp am Morača-Kloster-Aussichtspunkt (13. Jahrhundert; die Fresken im Inneren sind einige der schönsten byzantinischen Beispiele auf dem Balkan; 30-Minuten-Besuch, kein Eintritt).

Weiter nach Podgorica. Die Hauptstadt verdient mehr als nur Transitverkehr.

Fahrt: 80 km | Übernachtung: Podgorica oder weiter 1h30 zur Küste

Tag 10 — Rückkehr nach Tivat

Von Podgorica oder Küste nach Tivat-Flughafen fahren. Auto zurückgeben.

Fahrt: 80–130 km je nach Startpunkt


Die besten Fahrmomente dieser Route

Die Lovćen-Serpentinen (Tag 3): 25 Haarnadelkurven von der Meereshöhe auf 1.000 m in 10 km. Der Buchtblick öffnet sich dramatisch beim Aufstieg. Das ist der Grund ein Auto zu haben.

Das Šavnik-Tal nördlich nach Žabljak (Tag 6): Hochplateau-Karst, Kalksteingipfel, gelegentliche Pferdeherde.

Der Morača-Canyon auf der A1 (Tag 9): Die Autobahn war ein Ingenieurswunder, das auf Viadukten hängt.

Die Riviera-Fahrt (Tag 4): Die Küstenstraße zwischen Budva und Petrovac ist 25 km Buchtausblicke, Inselchen und kleine Buchten.


FAQ

Brauche ich für Montenegro einen 4WD?

Nein — ein Standardkleinwagen bewältigt alle asphaltierten Straßen und den Haupt-Durmitor-Zugang. Die Ringstraße innerhalb von Durmitor hat unbefestigte Abschnitte, wo ein kleiner SUV komfortabler ist.

Was ist die einzige einprägsamste Fahrstraße?

Die Lovćen-Serpentinen — konsequent. Sie ist kurz (20 Minuten), dramatisch (25 Kurven, 1.000 m Höhenanstieg) und historisch bedeutsam.

Welche GPS-App funktioniert in Montenegro am besten?

Google Maps hat gute Abdeckung der Hauptstraßen. Maps.me funktioniert offline und ist für die entlegenen Abschnitte nützlich, wo mobile Daten nicht vorhanden sind.

Gibt es Mautstraßen?

Der Sozina-Tunnel (Bucht-von-Kotor-Bypass, 4,3 km) kostet 2,50 EUR und spart 30 Minuten auf der Kotor–Podgorica-Route. Die Bar–Belgrad-Autobahn (A1) hat Mautgebüren von insgesamt 3–8 EUR für den Abschnitt Podgorica–Bijelo Polje.